Donnerstag, 8. März 2018

Der Frühling kommt

Jetzt ist die ideale Zeit für eine Mini-Kreuzfahrt von Kiel nach Göteborg. Noch bis Mitte April läuft in Schweden die Hummersaison und die Preise in der Göteborger Feskekörka dürften mittlerweile auf ein erschwingliches Niveau gesunken sein. Die Austernsaison am dänischen Limfjord geht so­gar noch bis Anfang Mai und bekanntlich gibt es in der Feskekörka auch Limfjorder Austern, sodass man beides kombinieren kann (den Schaumwein von zu Hause mitbringen).
Wem nicht der Sinn nach einer Seereise steht, der könnte zum Austernessen auch nach Zeeland fahren oder stattdessen einen Kuraufent­halt im Harz, in der Pfalz (Bad Bergzabern) oder in einem Schwarz­wälder Heilbad einlegen (und in letz­terem ab Mitte März die Zavelsteiner Krokusblüte verfolgen). Alternativ könnte man natürlich auch die Wintersaison in einem Skigebiet ausklingen lassen, z.B. Mutten, San Ber­nar­dino oder Poiana Braşov.
Beim Duftwasser wechseln wir allmählich von den winterlichen, englischen Herrendüften zu leich-ten, frühlings­haften Eaux de Cologne, wobei für den Übergang Winter - Frühling das schweizeri­sche Pitralon besonders anzuraten ist. Besonders frühlingsintensiv sind englische Lavendel Eaux de Toilette (z.B. Cotswold), auch wenn es sich bei Lavendel eher um einen Sommerduft handelt.
Als Spirituose empfiehlt die Rockeskyller Bren­nerei den Eber­eschenlikör „Eifel-Frühling“ (25%, Trink­temperatur ca. 8°C, lieferbar ab April). Alter­nativ ginge vielleicht auch ein italienischer Likör aus Zitrusfrüchten (z.B. Limoncello) oder ein Waldmeisterlikör.
Die ideale Lektüre für den nahenden Frühling wären philosophische Werke, u.a. Machiavellis „Principe“, Schriften von F. Nietzsche oder Poesie von Hölderlin. Man könnte natürlich auch mal etwas ganz anders wagen und z.B. Thea­ter­stücke von G.B. Shaw (u.a. „Major Barbara“) oder Oscar Wilde (z.B. „Lady Windermeres Fä­cher“ oder „Sa­lomé“) lesen.
 Zur musika­lischen Untermalung mittels Klavierstücke von Franz Schu­bert gibt es je­doch kaum eine Alter­na­ti­ve, vermitteln doch nur wenige Komponisten so ge­konnt die jahreszeit­li­che Aufbruchstimmung wie er. Lediglich Wagners „Siegfrieds Rheinfahrt“ könnte da vielleicht mithalten.

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