Montag, 19. März 2018

Basel(world)

Zugegebenermaßen ist die Stadt am helvetischen Rheinknie nicht gerade ein typisches Snobziel, ja nichteinmal ein beliebtes Reiseziel. Einmal im Jahr jedoch trifft sich in Basel (fast) alles was Rang und Namen hat zur Baselworld Uhrenmesse. Der nächste Termin ist vom 22. bis 27. März 2018 (baselworld.com). Mit mehr als 100.000 Besuchern und ca. 1300 Ausstellern aus rund 45 Ländern stellt die jährlich stattfindende Baselworld eine der weltweit größten Fachmessen aus dem Bereich Uhren und Schmuck dar. Zu den Besuchern gesellen sich weiterhin etwa 4000 Presse- und Medien­vertreter. In den letzten Jahren sind zwar die Umsätze der klassischen Uhrenindustrie mit mechani­schen Uhren zugunsten der Smartwatches eingebrochen, aber vor allem die schweizerische Uhren­industrie wird sich ohne Zweifel davon wieder erholen.
Bei dem gewaltigen Besucheransturm auf die Stadt sind natürlich preiswerte Übernach­tungsmög­lich­kei­ten Mangelware. Fündig werden könnte man jedoch bei Airbnb zu Preisen ab ab 26 Euro (airbnb.de) oder bei bnb.ch. Ansonsten bietet sich die Jugendherberge im St. Alban Quartier an. Die Preise liegen zwischen 42,80 Franken für eine Nacht im Mehrbettzimmer und 135,60 Franken für ein Doppel­zimmer. Das Frühstück ist inklusive.
Jeder (Hotel-) Gast erhält überdies bei einer Übernachtung in Basel ein Mobility Ticket und kann damit kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt nutzen. Das ist schon deswegen zu empfehlen, weil bei einer Anreise mit dem Auto das Parken in Basel mitunter sehr teuer sein kann (basel.com/de/mobility-ticket). Wer den Rhein überqueren will, kann das mit der Fähri für nur 1,60 Franken tun.
Vergleichsweise günstig essen kann man u.a. auf dem Marktplatz. Dort gibt es eine Wurst (die Basler nennen sie Klöpfer) für 6 Franken. Im Restaurant Margherita in der Steinenvorstadt 60 gibt es u.a. gute Pizzen ab zehn Franken. In vielen Migros- und Coop-Einkaufszentren existieren Restaurants mit akzeptablen Preisen und gratis WLAN. Und in der Markthalle, nahe am Bahnhof SBB, findet man an vielen Essständen für 10 bis 15 Franken gute internationale Küche (altemarkthalle.ch). Wer in der Stadt unterwegs Durst hat, achtet am besten auf die kleinen, kosten­losen Trinkwasserbrunnen die überall stehen. Wer anschließend eine Toilette aufsuchen muss: Seit kurzem sind Besuche der meisten öffentlichen Toiletten in Basel kostenfrei.
Kostenlose Kulturangebote gibt es natürlich auch. Viele öffentliche Museen in Basel bieten an jedem ersten Sonntag im Monat gratis Eintritt an. (Info unter museenbasel.ch/de/happyhour-happyday.php). In den Sommermonaten legt am Basler Rheinufer neben der Mittleren Brücke häufig das Kulturfloss an (imfluss.ch). Die Bühne liegt mitten im Rhein, zugeschaut wird vom Ufer aus. Finanziert wird es von Sponsoren und Mäzenen, der Eintritt ist frei. Kostenlos ist auch ein Besuch im Botanischen Garten von Basel (botgarten.unibas.ch). Bücherfans begeben sich am besten zum offenen Bücherschrank am Voltaplatz. Hier kann man Bücher kostenlos mitnehmen – wie auch aus dem Buchregal im Unternehmen Mitte. Die Auswahl ist gross, es gibt auffällig viele Sach­bücher. Den schönsten Ausblick über Basel hat man von der Bar Rouge im Messeturm; vor 22 Uhr wird kein Eintritt verlangt (barrouge.ch). Kostenlose Stadtführungen kann man unter basel@freewalk.ch bestellen, gratis WLAN findet man an diversen Hotspots in der Stadt.
Verkehrsmäßig ist Basel mit der Bahn und anderen Verkehrsmitteln aus allen Richtungen gut zu erreichen. Aus Hamburg und Berlin verkehrt ein Nachtzug via Basel nach Zürich. Auch wäre eine Nachtzuganreise ab Wien bis Zürich und von dort mit einem Tageszug bis Basel möglich.

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