Montag, 19. Februar 2018

Das Londoner Aqua Shard

Nicht sehr hoch gelegen, im 31. Stock des 72-stöckigen Londoner Shard-Gebäudes, bietet das Re­stau­rant Aqua Shard dennoch eine recht passable Aussicht auf die City of London. Preislich gesehen ist das Lokal ebenfalls im oberen Segment angesiedelt. Wer jedoch zum Frühstück oder Werktags zum Mittag­essen kommt, muss weniger Geld anlegen als für ein Abendessen notwendig ist. Die Portionen sind dessen ungeachtet recht übersichtlich gehalten. Eine Tischreservierung ist in jedem Fall unerläss­lich, jedoch können Fensterplätze nicht explizit gebucht werden. Als Dress Code gilt Smart Casual und Minderjährige haben keinen Zutritt. Besonders stolz ist man auf die zahlreichen Erwähnungen in diversen Lifestyle-Magazinen, was darauf hindeuten soll, dass das Lokal recht bekannt sei. Man kann aber einen privaten Dining Room mieten, wenn man Privatsphäre wünscht. Die Wein­karte ist durch­aus geeignet den Leser zu beeindrucken, aber die Zutatenliste der Signature Cocktails versetzt eini­ge innere Organe in Aufruhr und richtet sich offensichtlich eher an ein experi­mentier­freu­diges Schickimicki-Pub­li­kum. Wer gleichwohl nur die Aussicht genießen und bei der Getränke­auswahl auf Nummer sicher gehen will ohne sich in Schulden zu stürzen, der entscheidet sich für den Bar-Klas­siker White Lady, der hier aber noch mit Eiweiß angereichert wird. Wer über­haupt kein Risiko ein­gehen will, ent­scheidet sich gleich für ein anderes Lokal.

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