Donnerstag, 23. November 2017

Schreibgeräte

Die meisten Snobs bevorzugen bei Schreibgeräten traditionelle Kolbenfüllfederhalter. Modelle gibt es viele, aber die meisten tau­gen eher zum Schul­füller, denn als gehobenes Schreibgerät. Optisch und technisch am meisten her machen im­mer noch die Füller der Marke Montblanc und die Reihe „Souverän“ von Pelikan, ebenso einige Exemplare von Waterman, Parker und Caran d’Ache. Kitschige „Sammler­modelle“ sollten aber außen vor bleiben.
Wer es be­son­­ders preis­wert machen will, könnte sich für ein Modell von Baoer 388 entscheiden; optisch ansprechende Fül­ler aus chinesi­scher Fertigung, die sowohl Patronen als auch lose Tinte aufnehmen und schon ab etwa € 4 im Netz an­geboten werden. Andere, preiswerte Füllfederhalter offeriert die Firma Jinhao. Ihre Praxistauglich­keit müssen diese Low-Budget-Geräte zugegebener­maßen erst unter Beweis stellen, aber für eine gelegentliche Vertragsunterschrift sollte es wohl reichen.
Man sollte vielleicht noch darauf hinweisen, dass Kolbenfüller nicht für Flugreisen geeignet sind, weil die Druck­­verhältnisse in der Flugzeugkabine die Tinte auslaufen lassen. Da das bevorzugte Verkehrsmittel eines Snobs jedoch die Erste Klasse der Eisenbahn ist, spielt das nur eine unter­geordnete Rolle und im Notfall kann man ja immer noch auf einen Kugelschreiber ausweichen. Das Problem bei letzteren ist jedoch, dass es sich schon vom Konzept her um einen preiswerten Massenartikel han­delt, wo Exklusivität nicht vorgesehen ist. Versuche, exklusive Kugelschreiber herzustellen gibt es zwar viele, aber oft sind sie doch irgendwie zum Scheitern verurteilt, weil man am Ende kaum einen Unterschied zwischen einem billigen Massenstift und einem edleren Modell erkennt. Auch hängt die Schreibqualität im wesent­lichen von der verwendeten Schreibmine ab. Ein Tipp: Man verwende einen Kugelschreiber mit Werbe­aufdruck, z.B. von einem renommierten Bankhaus.

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