Dienstag, 27. Dezember 2016

Winterurlaub am Meer

Der Winter mag nicht als die ideale Jahreszeit für einen Urlaub an der Nord- oder Ostsee erscheinen, dabei hat ein solcher Winterurlaub durchaus seine Vorteile. Das Parken in den Seebädern und der Strandzugang sind meist kostenfrei, es wird nur eine geringe oder gar keine Kurtaxe erhoben und man hat den im Sommer überlaufenen Ort fast für sich alleine. Nachteilig sind allerdings, dass man nicht im Meer baden kann, dass das Sitzen auf einer Parkbank am Deich oder im Kurpark etwas ungemütlich ist und dass die Gastronomie im Ort oft den Winter über geschlossen hat. Diesen Nachteilen kann man jedoch etwas entgegensetzen:
1. Man bucht ein Quartier mit einer Kochgelegenheit und macht sich damit von der lokalen Gastronomie unabhängig. Alternativ ginge auch ein Quartier mit Halbpension. Die meisten Seebäder besitzen u.a. ein „Haus des Gastes“, mit Aufenthaltsräumen (oft mit WLAN) und einer Cafeteria oder zumindest einem Kaffeeautomaten, wo man auch im Winter seine nachmittägliche Tee- oder Kaffeestunde verbringen kann. Das passende Gebäck kann die örtliche Bäckerei liefern.
2. Man verwendet auf der Parkbank ein Sitzkissen (ev. mit Rückenlehne), welches gegen die Bodenkälte isoliert. Zumindest kurze Sitzzeiten sind damit möglich.
3. Man absolviert, anstatt im Meer zu baden, im örtlichen Kurmittelhaus eine Thalassokur. Diese beinhaltet in der Regel auch ein Wannenbad in Meerwasser oder in einer Aroma-Sole-Lösung. Merke: Selbst im Hochsommer ist Baden im Meer ohnehin nur an wenigen Tagen und nur bei einer Hitzewelle möglich.
Somit verbringt man dann ein paar Urlaubstage an einem sonst von Touristen überfüllten Ort, in welchem man nun praktisch der einzige Gast ist. Vor allem für Snobs die keinen Wintersport betreiben ist ein Winterurlaub an der See eine gute Alternative zu den überfüllten Skigebieten der Alpen.

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